An alle erstmal ein frohes Weihnachtsfest und danach ein schönes neues Jahr!
Für mich wird dieses Weihnachten wohl ein absolut anderes Weihnachten.
Wenn in einem Zeitungsbericht steht: „Weiße Weihnacht ist sehr wahrscheinlich“, dann kann ich darüber nur lächeln. Bei mir in Kenia sieht es gerade so aus:
Heute früh musste ich erstmal wieder waschen...man hat ja sonst nichts zu tun :)
Dann war ich noch ne Weile in der Werkstatt und danach noch ne Weile mit den Kindern zusammen.
Hier ist es gerade richtig warm, sodass das Fahrradfahren in die Stadt um noch die üblichen letzten Weihnachtseinkäufe zu machen, richtig anstrengend war.
Heute Abend feiern wir alle zusammen (auch mit den Freunden von Stella und Melanie, und noch vier anderen Freiwilligen von irgendwo aus Kenia)
Es gibt Käsespätzle :)
Und es wird gewichtelt. :)
Für den 25. wurde ich von Ruth, der Chefin von Toto-Love gefragt, ob ich die Kinder beim Weihnachtslieder singen in der Kirche mit dem Klavier begleiten kann. Ich hoffe dass ich mit den Kindern hier nachmittags auch noch etwas feiern kann.
Am 27. wollen wir dann alle zusammen nach Mombasa fahren. Also per Matatu nach Nairobi und von dort mit dem Zug nach Mombasa. Der Zug fährt ziemlich langsam, jedenfalls soll er über Nacht, ca. 14 Stunden fahren :) Dort in Mombasa wollen wir zusammen mit einigen anderen Freiwilligen ins neue Jahr reinfeiern.
Ich lasse mich mal überraschen :)
Liebe Grüße und nochmal frohe Weihnachten aus Embu
euer Philipp
Freitag, 24. Dezember 2010
Montag, 13. Dezember 2010
Schneeflöckchen Weißröckchen....???
Erstmal allen eine wunderschöne Adventszeit!
Von verschiedenen Leuten habe ich gehört, dass Deutschland wohl vollkommen verschneit und zugefroren ist. An so etwas ist hier ganz und gar nicht zu denken. Es ist wie gehabt sommerlich warm, und man kommt besonders um die Mittagszeit ganz schön ins schwitzen, jedenfalls wenn man draußen arbeitet.
Bei mir ging es die letzte Zeit etwas drunter und drüber...
Den ersten Advent habe ich in Nairobi verbracht und war auch dort mal in der Kirche. Das Tolle dort war, dass der Gottesdienst auf Englisch war, ich also endlich mal alles ohne „persönlichen Übersetzer“ verstehen konnte :)
Zurück in Embu sind wir am Montag das erste Mal umgezogen. Das heißt, alle Sachen und Dinge wieder in den Koffer und den Rucksack stopfen, alle Habseligkeiten von uns vieren auf einen Pick-Up laden und zum neuen Haus fahren, dort wieder alles ausladen und in nem Schrank verteilen und fertig. Natürlich mussten wir für das Haus erstmal noch dies und dass, (z.B. Waschschüsseln und Bettwäsche) einkaufen, was dann schon einen ganzen Tag in Anspruch genommen hat :)
Das neue Haus ist ehrlich gesagt einfach riesig (ich finde es ja fast ein bisschen zu groß, aber da gewöhnt man sich richtig schnell dran). Wir haben auch unseren eigenen Garten in dem Bananen, Mangos, und Papayas wachsen. Letztere haben wir auch schon fleißig geerntet und verspeist :) Einfach toll!
Am Freitag den 3 Dezember haben Stella und ich richtig harte kenianische Erziehungsmethoden miterleben müssen. Einer der Jungen war durch ein offenes Fenster in das Gästehaus im Kinderheim eingestiegen und hatte unter anderem ein Handy gestohlen.
Die Strafen für Diebe sind hier allgemein sehr hart. Für den Jungen bedeutete das, dass er auf dem Bauch liegend von zwei Leuten festgehalten wurde, während er von einem dritten mindestens zwanzig Stockhiebe auf den Hintern bekommen hat. Obwohl „caning“ eigentlich verboten ist, wird es hier überall als normale Strafe verwendet. Es gibt offenbar sogar ärztliche Anweisungen, wie geschlagen werden sollte (z.B. bei Jungen auf den Hintern und bei Mädchen auf die Finger...)
Am Samstag habe wir eine kleine Einzugsparty gemacht. Dazu waren zwei Freiwillige aus Nairobi da, welche wir voriges Wochenende besucht hatten. Auch einer aus Kisumu am Victoriasee war da und noch ein paar Leute aus Embu, die wir irgendwie kennen gelernt haben.
Nachmittags am zweiten Adventssonntag waren wir mit einigen Kindern schwimmen. Wie üblich in einem offenen Becken (und das im Dezember :) ). Viele von den Kindern können leider nicht wirklich schwimmen. Bei einigen habe ich versucht es ihnen etwas beizubringen, aber dafür ist ein Tag einfach viel zu wenig...
Am Mittwoch war David unser Mentor wieder da und wir haben endlich den ganzen Papierkram für unsere Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis ausgefüllt. Das einzig blöde daran ist, dass Stella und ich jetzt erstmal im St. Stephens wohnen müssen.
Das hat zwar den Vorteil, dass man keinen Arbeitsweg hat und dass man zu den Kindern leichter eine Beziehung aufbauen kann, da man auch abends da ist wo alle einfach zusammensitzen und Fernsehen gucken oder sich unterhalten und nicht wie tagsüber alle mit irgendwelchen Aufgaben beschäftigt sind.
Das dumme ist jedoch, dass man viel weniger Privatleben hat, da alles was man macht von den Kindern und den Angestellten wahrgenommen wird. Und wir können nicht mit Katja und Melli zusammen wohnen, was einfach viel schöner ist als nur zu zweit zu sein...
Also habe ich heute, Montag den 13. Dezember das zweite Mal hier in Kenia meinen Koffer und Rucksack gepackt und mit ein paar Tüten und anderem Kram auf einen Pick-Up geladen und bin umgezogen...
Eine weitere Sache, mit der ich mir hier sehr gerne die Zeit vertreibe und was ich auhc gerne nach nem nervigen Tag mache ist Billard spielen. Billard, oder "Pool" wie es hier genannt wird ist hier allgemein recht beliebt. Inzwischen bin ich seit mehr als einem Monat schon fast wöchentlich mit James Pool spielen gewesen und ich werde langsam gut genug um´nicht zwangsläufig zu verlieren :)
Ich lasse mich jetzt mal überraschen, wie die Zeit hier im St. Stephens wird :) Ich hoffe auf das beste.
Liebe Grüße aus Embu
euer Philipp
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