Sonntag den 6. März haben Jonas und ich uns aufgemacht um uns die Wasserfälle in Runyenjes anzugucken.
Jonas kam Samstag Nachmittag an und wir waren noch kurz im St. Stephens. Die Kinder dort waren total begeistert und total aus dem Häuschen das Jonas Kiswahili kann. Er konnte sich wirklich kurz mit den Kindern auf Kiswahili unterhalten. Da kam dann natürlich sofort die Frage, warum Stella und ich nicht so Kiswahili sprechen können...
Sonntag sind wir nach einem ausgedehnten Frühstück per Matatu los nach Runyenjes, was nur etwa eine halbe Stunde Richtung Meru entfernt liegt. Dort sind wir kurzer Hand (nach der Auskunft des Matatufahrers) in die falsche Richtung gelaufen. Wir haben uns dann nur gewundert, dass alle Leute die wir (oder eher Jonas mit Kiswahili) gefragt haben, gelacht haben, bis uns schließlich jemand klarmachen konnte, dass wir einfach in die falsche Richtung gelaufen sind...
Also zurück zur Hauptstraße.
Dort haben wir uns nur noch ein klein wenig Wegzehrung gekauft und sind dann mit zwei etwa zehn Jahr alten Jungs als Führer los in Richtung der Wasserfälle.
Nach einem recht abenteuerlichen Abstieg einen Berg runter waren wir am ersten „Wasserfall“ welcher jedoch auf einem sehr kleinen Bach beruhte, weshalb dieser nicht so spektakulär war.
Gleich daneben war eine kleine Höhle, in der wir unsere ersten Fledermäuse entdeckt haben.
Nachdem wir uns das ganze nochmal von oben angeschaut haben sind wir, erneut auf recht abenteuerlichen Wegen weiter zum großen Wasserfall.
Wir haben ihn dann schon von weitem gesehen und sind dann nach ner Weile runter zu dem Bach und dann dort entlang Richtung Wasserfall weitergelaufen.
Kurz vor unserem Ziel ist das ganze dann in einigen kleinen Kletteraktionen ausgeartet, also immer recht nah am Wasser und teilweise auf etwas rutschigen Steinen. Dort angekommen war es ein wunderbares Gefühl: Einfach tolle Wetter, nur ein paar Schäfchenwolken am Himmel, rundherum alles in intensivem Grün und das Wasserrauschen dazu, die Sonne, die sich im Wasserfall spiegelt, insgesamt einfach total toll, einfach eine Weile dort auf nem Stein zu sitzen und das alles zu genießen. Danach sind wir mit den beiden Jungs hinter den Wasserfall geklettert, also unter den Felsvorsprung.
Dort hingen hunderte von Fledermäusen, die über unsere Ankunft wahrscheinlich eher weniger erfreut waren, besonders, da die Jungs anfingen sie mit Steinen aufzuscheuchen. Ein einzigartiges Schauspiel, die ganzen Fledermäuse zu sehen die sich allesamt aufmachten um unter dem nächsten Felsvorsprung einen neuen Platz zu finden...
Danach sind wir rechts vom Wasserfall eher hochgeklettert als gelaufen, denn der Anstieg war mindestens 70° :), haben nochmal am Wasserfall von oben über den Vorsprung geguckt und sind danach wieder in aller Ruhe zur Straße zurück gelaufen. Dort haben wir uns jeder erstmal ne Sprite gegönnt, denn die ganze Kletterei war bei der Hitze schon anstrengend...
Zurück in Embu haben wir noch in Ruhe Fotos ausgetauscht und sind dann zur Matatustation gelaufen da Jonas noch nach Nairobi zurück musste.
Manchmal ist es einfach notwendig mal ein Wochenende blau zu machen um aus dem Alltagstrott rauszukommen. (Auch das WG-Leben wird nach so nem Wochenende Auszeit immer wieder erheblich einfacher...)
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